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Apothekengründungen 2025: Kaufpreise rückläufig, Frauenanteil sinkt deutlich
Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (apoBank) hat Apothekengründungen im Jahr 2025 analysiert. Danach sanken die Kaufpreise für Apotheken im Schnitt um etwa ein Fünftel. Ein weiterer Befund ist, dass der Frauenanteil unter den Existenzgründenden deutlich zurückging.
Apothekengründungen erfolgen ganz überwiegend per Übernahme eines bestehenden Betriebs, echte Neugründungen blieben mit 2 Prozent auch 2025 die Ausnahme. Der durchschnittliche Übernahmepreis sank 2025 auf 461.000 Euro nach 584.000 Euro im Jahr 2024 und 530.000 Euro im Jahr 2023.
Unter der Einbeziehung von Warenlager, Investitionen und Betriebsmitteln wurden 2025 durchschnittlich 673.000 Euro in die eigene Apotheke investiert (2024: 811.000 Euro, 2023: 713.000 Euro).
Trotz des Rückgangs zeigt sich eine beachtliche Spanne der Kaufpreise: Knapp zwei Drittel (64 Prozent) zahlten 2025 einen Kaufpreis unter dem durchschnittlichen Kaufpreis von 461.000 Euro, jede achte Übernahme (13 Prozent) erfolgte dabei für maximal 50.000 Euro. 36 Prozent kauften über dem Durchschnittspreis, jede zehnte Übernahme erfolgte sogar für eine Million Euro oder mehr.
Immer weniger Apothekerinnen gehen in die Selbständigkeit
Besonders auffällig ist der Rückgang des Frauenanteils unter den Gründenden. Obwohl 82 Prozent der angestellten Approbierten in öffentlichen Apotheken Frauen sind, sank der Frauenanteil 2025 unter den Gründenden auf 41 Prozent von 48 Prozent im Jahr 2024 und 51 Prozent im Jahr 2023. 2019 betrug der Frauenanteil noch 59 Prozent. Damit hat sich das Verhältnis innerhalb weniger Jahre deutlich verschoben.
61 Prozent der Gründerinnen und Gründer übernahmen 2025 eine Apotheke als Einzel- beziehungsweise Hauptapotheke, weitere 31 Prozent kauften eine Apotheke zur Einbindung als Filiale.
Apothekenverbünde mit hohen Gesamtinvestitionen
Jede fünfte übernommene Apotheke wurde 2025 im Rahmen eines Verbundes gekauft. Vier von fünf dieser Verbundübernahmen bestehen aus zwei Apotheken – dafür wurde ein durchschnittlicher Kaufpreis von knapp 1,1 Millionen Euro gezahlt. Einschließlich Warenlager, Investitionen und Betriebsmitteln lag die Gesamtsumme bei gut 1,4 Millionen Euro.
Auch hier zeigen sich die Frauen zurückhaltender: Wenn sie sich für einen Apothekenverbund entschieden haben, dann für die kleinere Variante mit zwei Apotheken. Ihr Anteil lag hier insgesamt bei 41 Prozent. Größere Verbünde, bestehend aus drei Apotheken, wurden ausschließlich von Männern übernommen.
Die Analyse basiert auf einer Stichprobe von rund 340 Apothekengründungen, die im Jahr 2025 von der apoBank begleitet wurden.
(apoBank / STB Web)
Artikel vom 16.09.2026
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